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Erinnerungen an meine Mutter – Teil 13

Hier findet ihr alle ehere Teile.
Erinnerungen an meine Mutter – Teil 1 bis Teil 12

Mama und Papa haben die Möglichkeit, dieses Haus in der Bloemendalstraat Nr. 2 zu kaufen.
Bevor wir konnten einziehen hat Papa dort lange Zeit sehr hart gearbeitet, und als wir 1965 hierher zogen, hatte sich schon sehr viel verändert und in naher Zukunft wurde es immer mehr zum Ort für Papa, Mama und uns.

Wir bekamen alle ein eigenes Zimmer. Es gab ein richtiges Spielzimmer, in dem Schule spiellten und mit Haferflocken, Kakaopulver und Zucker, Mutter und Vater spielten. Es gab einen Hof mit Sandkasten und Schaukel und langsam entstand der Vorgarten, wie ihn so viele kennen.
Wir machten Ausflüge mit Picknich zum ‘Steinerbos’ und als Mama ihren Füherschein schaffte auch nach Köningswinter, abwechselnd mit den Großen (Frans und mir) und den Kleinen (Marion und Jan).
Wir waren auch alle im Phantasialand und noch viel mehr.

Für sie war der Führerschein wichtig und sie hat hart dafür arbeiten müssen um ihn zu bekommen. Ihr erstes Auto war der rote Daf und sie hat dieses Kissen hergestellt, das immer im Auto war und jetzt hier in unserem Wohnzimmer.
Als ich auf der nächsten Filzseite nach Fäden zum Sticken suchte, fand ich das Bündel, mit dem sie damals das Original gestickt hatte.

Mama hat Flaggen für Vereine wie KAVO, Sjwatze Sjömmele und Schutterij Sint Paulus gestickt. Sie hat diese Flagge vor etwa 45 Jahren für die Schützenverein hergestellt und Sie wird mit einigen Anpassungen im Laufe der Jahre immer noch verwendet.
Mama machte solche Arbeiten ehrenamtlich, mit oder ohne Vergütung für die Materialien. Aber sie freute sich sehr als sie dafür geehrt wurde, wie auf dem Foto mit der Urkunde ders Schützenvereins.

Diese Seiten für das Erinnerungsbuch sind 21 x 21 cm groß. Das ist sehr klein für eine Flagge. Deshalb haben wir den Schutzpatron und den Vogel auf Filz gedruckt. Die schmaleren Goldlinien sind mit dem Prehistorischer Stich bestickt, da das Band in dieser Größe ebenfalls zu groß ist.
Wieder Material aus Mamas eigenem Vorrat.

Hier geht meine Kindheit weiter. Mama und Papa arbeiten hart. Partys werden im großen Stil gefeiert, egal ob Geburtstage, Karneval, Sankt Nicolaus oder Weihnachten. Wir sind mit deutschem Fernsehen und Schlager aufgewachsen. Papa arbeitete für die Stadt und Mama arbeitete teilzeit auch bei Wässcherei Jardon. Außerdem entstand die Pension, zu dem Mama und Papa, aber auch wir alle beigetragen haben und auch lustige Dinge, wie zum Beispiel Ausflüge mit den Gästen, unternommen haben.
Mama war immer mit Textilien beschäftigt. Am Mittwochnachmittag gab es bei uns zu Hause einen Kinder-handarbeitclub, bei dem wir Spielzeug und allerlei Dinge herstelten und diese einmal im Jahr zum ‘Huize Eschberg’ brachten, das damals ein Kinderheim war.
Ich habe das Sticken von Mama gelernt. Ich erinnere mich, dass sie eines Tages ein Stück Laken nam, mit einem Glas Kreise darauf zeichnete und mir den Stielstich zum Sticken zeigte.
Ja, ich habe definitiv ihre goldenen Hände geerbt.

Mama liebte Musik. Sie spielte gerne Orgel und nahm auch Unterricht bei Tom Janssen. Sie sang in verschiedenen Chören und hörte auch gerne Musik. Sie war ein Fan von Los Catastrofos und Bläck Föss.
Der Karneval blieb über die Jahre ihr Steckenpferd und ihr großer Wunsch war, dass Frans oder Jan Jugendprinz von Vaals werden würden.
Frans gefiel das wirklich nicht, aber Jan wurde Jugendprinz im Jubiläumsjahr der Grensülle 2x 11 Jahre.

Am liebsten hätte Mama Jans Prinzenkostüm angefertigt, aber es wurde nicht genehmigt. Aber sie durfte Jans Prinzenmütze anfertigen und hat das Emblem auch gestickt. Und sie hat ein Miniaturprinzen gemacht. Dieser ist immer noch bei Jan.
Ich weiß eigentlich nicht, ob das ihre erste Prinzenmütze und ihre erste Miniatur war. Meine Schwester bestätigt dass es ihre erste Mütze war.
Danach hat sie, Hunderte von Prinzenkostümen, Tanz-Mariechen-Kostümen, Mütze und Miniaturen angefertigt.
Der Wagen des Prinzen für die große Parade war eine Hommage an Papa, mit dem Teich und dem Obelisken, wo Papa sich immer um die Enten kümmerte.
Die Floralia verwandelte unser Haus in ein wahres Blumenmeer.

Die stilistischen Prinzessinnen-Mützen, auf denen ich meine nächste Filzseite entworfen habe, sind ein weiteres Beispiel für „Mein liebstes Stickstichbuch“, Teil 3 – Alte Techniken in neuem Gewand.

In Jans Prinzenjahr wurde Mamas Bastelverein „nie foetelen“ gegründet, hauptsächlich mit den Damen des Kinderkomitees.
Ich habe diese Stickerei in einem Fotorahmen gefunden, den meine Schwester angefertigt hat und an die mama geschenkt. Die mama wird begeistert gewesen sein.

Wird fortgesetzt!

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