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Erinnerungsbuch – Teil 10

Dieser Blogbeitrag ist Teil mehrerer Teile. Lesen Sie hier die anderen Teile:

Intro
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Teil 7
Teil 8
Teil 9
Teil 10

Das Büroklammerpuppchen

Wenn Sie davon abgehalten werden, etwas Ähnliches zu tun, weil Sie denken, dass Sie kaum Erinnerungen haben, kann ich Ihnen sagen, doch sie haben diese Erinnerungen.

Sobald Sie anfangen, in solch ein Thema zu arbeiten, tauchen sie langsam auf.

Während ich an dem Puppchen arbeitete, kam mir das Wort „friekele“ in den Sinn. (Frei übersetzt würde ich sagen etwas kleines in einander frickelen.) Das ist ein Wort, das Mama benutzt hat und das ich schon lange nicht mehr gehört habe.
Als ich meine Schwester frage, ob sie sich an das Wort erinnert, antwortet sie: „je kleiner, desto besser“.

Die Seiten 8 und 9 sind nun endlich fertig. Das Todesdatum von Joseph Moll konnten wir in Erfahrung bringen.

Und…..das Büroklammerpuppchen ist fertig. Ich bin vollkommen zufrieden. Es ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe und es ist Schritt für Schritt gewachsen.

Dies zu machen war kein einfacher Prozess. Es gab alle möglichen Techniken, wo ich nicht drinne geübt bin, weil ich sie nicht täglich anwende.

Nachdem ich mich für die einfache Büroklammer-Version der Puppe entschieden hatte, filzte ich Kopf und Hände. Das schien mir eine tolle Lösung zu sein. Die Unterwäsche, die erste Schicht, habe ich aus einem Unterhemd vom papa gemacht.
 
Von demselben Hemd habe ich die 3 blauen Kreuze genommen, die sie selbst als Erkennungszeichen in der Wäsche gestickt hat. (Siehe Seite 10)

Das Puppenkleid habe ich aus einer ausrangierten Bluse von mir gemacht. Ich habe ein klitze kleines Muster gemacht. Viele kleine Dinge kamen mir in den Sinn, wie Mom solche Dinge tat. Wie sie Verschlüsse an Puppenkleidern machte und den Unterschied zwischen Kleidern für Puppen, die gewechselt werden mussten und nicht mussten. Spitze ist einer meiner Schätze, der von Mama sicherlich großzügig verwendet wurde. Es bezieht sich auch auf die Zeit, in der es hergestellt wurde.

Lila musste es von Anfang an sein. Ein bisschen aus der Reihe, ein kleiner Ausdruck des Wunsches nach Heiterkeit. To another world.

Bei all diesen kleinen Tätigkeiten kommt viel hoch und Mama fühlt nah.

Mama hat auch für alles eine Lösung gefunden. So formte sich jede Aktion erst im Kopf und konnte dann flüssig ausgeführt werden.

Mit einem Stück Pfeifenreiniger formte ich die Füße an den unteren Büroklammern.

Einige von Mamas großen Puppen waren noch hier, um ein neues Zuhause zu finden. Es war noch eine echte Puppensocke übrig und ich habe davon die Socken genäht.

Um den Fuß herum und über der Unterwäsche sind 2 wunderschöne Beine in hübschen Mädchenstrümpfen entstanden.

Darüber wider habe ich die Schuhe gefilzt, und die Schnürsenkel entstanden mit ein paar Stichen.

Der lila Bouclé für die Haare war von Anfang an in meinen Gedanken. Auch hier habe ich auf das zurückgegriffen, was ich in der Vergangenheit über ihre Arbeitsweise gesehen habe.

Und dann ein letzter Schliff.

Neue, alte Fotos zeigen ein junges Mädchen mit Hut. Es könnte Mom sein, aber wir sind uns nicht sicher. Aber ein Hütchen lässt sich gut häkeln. Wie oft habe ich sie all diese Dinge tun sehen.
Eine passende Tasche ist auch dabei. Beide aus meinem ‚ich nimm dich mit Garn‘, das in vielen Arbeiten der letzten 2 Jahre auftaucht.

Auch die Rosen im Bilderrahmen auf dieser Seite sind aus diesem Garn gefertigt.

Das Püpchen ist ein niedliches kleines Ding geworden und um unseren Enkelkindern die Möglichkeit zu geben, es Mal zu halten, wurde es mit einem Magneten an der Seite befestigt.

Das Püppchen ist 15 cm hoch und glücklicherweise konnte ich wegen den Urlaub viel mehr Stunden damit verbringen, als Sie vielleicht denken. Vom Kleid bis zur Fertigstellung habe ich schon mindestens anderthalb Tage gearbeitet und ich meine die Abende eingeschlossen.

Sie haben bereits die Papierseiten vor und hinter der nächsten gefilzten Seite gesehen.

Die Filzseiten bleiben bei Fasching und beim Beginn, dem AUGUST. Beide Seiten werden mit einer Technik für eine der Lektionen aus Teil 3 des Lieblingsstickstichbuchs gearbeitet und AUGUST erscheint in 4 Generationen.

In meiner nächsten „Halben Stunde Sticken mit Annemie“ werde ich auf dieser Seite sticken.

Und irgendwo im Buch wird es eine weitere gefilzte Seite geben, die dem Karneval um eine andere Ära gewidmet ist, die mit Jugendprinz Johann dem 2. wirklich beginnt.

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